Stern e.V. Verein zur Förderung alternativer Kultur und politischer Bildung Aschaffenburg

Stern e. V. kritisiert erneute Teilnahme von DITIB beim Fest „Brüderschaft der Völker“

Dieses Jahr findet vom 19. bis zum 21. Juli das alljährliche Fest „Brüderschaft der Völker“ statt, welches durch Stadtjugendring und die Stadt Aschaffenburg organisiert wird. In den letzten Jahren gab es aus der Aschaffenburger Zivilgesellschaft immer wieder Kritik an der Teilnahme von DITIB beim Fest „Brüderschaft der Völker“. DITIB ist ein Moscheen-Verband, welcher direkt dem Präsidium für Religionsangelegenheiten der Türkei (Diyanet) untersteht und seine Imame, welche de facto türkische Beamte sind, direkt aus dem Erdogan-Regime bezieht. Damit unterstützt DITIB die gewaltsame und reaktionäre Erdogan-Politik wie z. B. die Abschaffung aller demokratischen Institutionen und der Gewaltenteilung, die Inhaftierung von Journalist*innen und Oppositionellen, den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Kurd*innen in der Türkei, Nordsyrien und der autonomen Region Kurdistan, sowie Polizeiwillkür und Folter.
Vor diesem Hintergrund ist es für uns untragbar, dass DITIB Jahr für Jahr Teil dieses Festes ist.

Zwar positioniert sich das Fest „Brüderschaft der Völker“ auf seiner Homepage weltoffen und gegen Diskriminierung:

„Wir treten ein gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt gegenüber Menschen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Beeinträchtigung, Rasse, Religion oder Herkunft. Rechtsextremismus und Nationalsozialismus bieten wir die Stirn.“

Dieses Statement kann jedoch nicht mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis sein.

Vonseiten des Stadtjugendrings, als Organisator*innen des Festes „Brüderschaft der Völker“, wurde in den letzten Jahren immer wieder repressiv gegen kritische Stimmen vorgegangen und DITIB, welche durchweg mit einem aggressiven Auftreten glänzten, gegen jegliche Kritik verteidigt. Letztes Jahr wurden Mitglieder des Stern e. V. beim Verteilen von Flyern gegen die DITIB Teilnahme von DITIB Mitgliedern bedroht und eingeschüchtert. Auch bei diesem Vorfall, wofür es einige Zeug*innen gibt, stellte sich der Stadtjugendring wieder schützend vor DITIB und bezichtigte die Mitglieder des Stern e. V. der Lüge. Dieses Jahr wurde es DITIB sogar ermöglicht, ihre Standfläche zu erweitern und mit zwei Ständen (DITIB-Moschee und DITIB Jugend) an dem Fest teilzunehmen. Diese Situation ist, gerade in Hinblick auf die weiteren Menschenrechtsverletzungen in der Türkei, nicht tragbar. Deshalb werden wir unsere Kritik auch dieses Jahr wieder zum Ausdruck bringen.

Anstatt kritische Stimmen zu unterdrücken und DITIB zu schützen und ihnen mehr Standfläche zu geben, muss der Stadtjugendring endlich die Kritik und das Selbstverständnis des Festes „Brüderschaft der Völker“ ernst nehmen und DITIB von diesem Fest ausschließen.

Wir fordern den Stadtjugendring dazu auf, sich endlich mit der Kritik an einer DITIB Teilnahme auseinanderzusetzen, anstatt diese kleinzureden und repressiv gegen kritische Stimmen vorzugehen. Weiterhin fordern wir alle teilnehmenden Gruppen sowie die Aschaffenburger Zivilgesellschaft dazu auf, lautstark und vielfältig ihre Kritik an einer DITIB-Teilnahme zu artikulieren.

 

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Info/Öffnungszeiten:

Freitags 20 – 4 Uhr
Nur nach Ankündigung:
Samstags und bei Vorträgen,
Konzerten oder Lesungen

Dienstags:
Spieleabend ab 19 bis ca. 22 Uhr (zweiwöchig mit Kleidertausch)

sowie bei Veranstaltungen auch an anderen Tagen
(siehe nächste Termine)

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